Kindergedichte

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10 wunderschöne Kindergedichte

  1. Zwei Tannenwurzeln groß und alt
    unterhalten sich im Wald.

    Was droben in den Wipfeln rauscht,
    das wird hier unten ausgetauscht.

    Ein altes Eichhorn sitzt dabei
    und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

    Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
    Das ist genug für einen Tag.
  2. Als ich ein kleiner Bube war,
    War ich ein kleiner Lump;
    Zigarren raucht‘ ich heimlich schon,
    Trank auch schon Bier auf Pump.

    Zur Hose hing das Hemd heraus,
    Die Stiefel lief ich krumm,
    Und statt zur Schule hinzugeh’n,
    Strich ich im Wald herum.

    Wie hab‘ ich’s doch seit jener Zeit
    So herrlich weit gebracht!
    Die Zeit hat aus dem kleinen Lump
    ’n großen Lump gemacht.
  3. Du musst verstehn!
    Aus Eins mach Zehn,
    Und Zwei lass gehn,
    Und Drei mach gleich,
    so bist du reich.
    Verlier die Vier!
    Aus Fünf und Sechs –
    So sagt die Hex –
    Mach Sieben und Acht,
    So ists vollbracht:
    Und Neun ist Eins,
    Und Zehn ist keins,
    Das ist das Hexen-Einmaleins!
  4. Auch die Pinguine ratschen, tratschen,
    Klatschen, patschen, watscheln, latschen,
    Tuscheln, kuscheln, tauchen, fauchen
    Herdenweise, grüppchenweise
    Mit Gevattern,
    Pladdern, schnattern
    Laut und leise.
    Schnabel-Babelbabel-Schnack,
    Seriöses, Skandalöses, Hiebe, Stiche.
  5. Die Witwe Frau von Gänseschwein,
    Die lud sich die Gesellschaft ein,
    Die neulich auf dem Forsthaus war
    Bei einem Kaffee wunderbar.
    Es sitzen da an einem Tisch:
    Herr Fischent und Frau Entenfisch,
    Herr Hahnenhund, Frau Schnauzerhuhn,
    Die wollen sich recht gütlich tun,
    Dazu kommt noch Frau Schlangenspatz,
    Mit ihrem Freund Herrn Ratzenkatz.
    Sie trinken viele Tassen leer,
    Es schmeckt der gute Kuchen sehr.
    Dann lecken sie die Teller rein
    Und putzen sich die Mäuler fein,
    Sie grüßen sich und sagen:
    Auf Wiedersehn in acht Tagen!
  6. Wie groß will nicht der kleine Fitzli sein!
    Er steigt auf einen Stuhl: »Heida! bin ich noch klein?
    Und bald will ich noch größer sein!«
    Er steigt auf einen Berg
    Und – ist ein Zwerg.
  7. Der Kuckuck und der Esel,
    Die hatten großen Streit,
    Wer wohl am besten sänge
    Zur schönen Maienzeit.

    Der Kuckuck sprach: »das kann ich!«
    Und hub gleich an zu schrei’n.
    »Ich aber kann es besser!«
    Fiel gleich der Esel ein.

    Das klang so schön und lieblich,
    So schön von fern und nah;
    Sie sangen Alle beide:
    Kuku Kuku ia!
  8. Es kamen mal zwei Knaben
    An einen breiten Graben.
    Der erste sprang hinüber,
    Schlankweg je eh’r je lieber.
    War das nicht keck?
    Der zweite, fein besonnen,
    Eh er das Werk begonnen,
    Sprang in den Dreck.
  9. Ein Federchen flog durch das Land;
    Ein Nilpferd schlummerte im Sand.

    Die Feder sprach: „Ich will es wecken!“
    Sie liebte, andere zu necken.

    Aufs Nilpferd setzte sich die Feder
    Und streichelte sein dickes Leder.

    Das Nilpferd sperrte auf den Rachen
    Und musste ungeheuer lachen.
  10. Kennst du den großen Elefanten,
    du weißt, den Onkel von den Tanten,
    den ganz ganz großen, weißt du, der –
    der immer so macht, hin und her.

    Der lässt dich nämlich vielmals grüßen,
    er hat mit seinen eignen Füßen
    hineingeschrieben in den Sand:
    Grüß mir Sophiechen Windelband!

    Du darfst mir ja nicht drüber lachen.
    Wenn Elefanten so was machen,
    so ist dies selten, meiner Seel!
    Weit seltner als bei dem Kamel.

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